Ein willkommener Grundstock für die erste Vermögensbildung sind für Berufsanfänger die vermögenswirksamen Leistungen (VL-Sparen) ihres Arbeitgebers. Mit VL-Sparen ist das Anlegen von Teilen des Lohnes eines Arbeitnehmers oder von tarifvertraglichen Leistungen nach dem Vermögensbildungsgesetz gemeint.
Allerdings erhält nicht jeder von seinem Chef den Höchstbetrag von 40 €. Die Höhe der monatlichen VL-Überweisung hängt ab vom Tarifvertrag der Branche, in der der Arbeitnehmer beschäftigt ist.
Doch selbst, wenn der Chef gar nichts dazugibt, kann ein VL-Vertrag abgeschlossen werden, in den man regelmäßig einzahlt. Hier legt der Staat unter Umständen mit einer Arbeitnehmer-Sparzulage noch etwas obendrauf.
Für den Erhalt der Arbeitnehmer-Sparzulage müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: Das Einkommen darf eine bestimmte Höhe nicht überschreiten (17 900 € für Alleinstehende bzw. 35 800 € für Verheiratete) und der Anleger muss außerdem entweder einen Bausparvertrag abschließen, oder er schließt einen VL-Sparvertrag zum Erwerb von Investmentfonds ab. Für diese Sparbeträge muss eine gesetzliche Sperrfrist von sieben Jahren eingehalten werden.
Erfüllt der VL-Sparer alle Voraussetzungen, erhält er vom Staat jährlich eine Förderung in Höhe von 9 % für seine Einzahlungen von 470 €, demnach also bis zu 42 €. Ebenfalls kann der VL-Sparer alternativ oder zusätzlich dazu einen Fondssparplan abschließen, hierbei bekommt er 18 % auf seine Spareinlagen von maximal 400 €, also bis zu 72 € im Jahr.
Für junge Berufstätige langfristig besonders attraktiv ist die Anlage ihres VL-Betrags in breit streuende Aktienfonds, damit erzielte man in den vergangenen 30 Jahren durchschnittlich rund acht Prozent jährliche Rendite. So konnten nach 30 Jahren und 40 Euro monatlich unter der Voraussetzung, dass die VL zwischenzeitlich unangetastet bleiben, daraus gut 56.000 Euro werden. Man hat demnach gute Chancen, mit 65 Jahren über ein Kapital von über 100.000 Euro zu verfügen, wenn man ab dem 25. Lebensjahr 40 Jahre lang diese Leistungen in Aktienfonds anlegt. Es handelt sich dabei um eine Anlagesumme von insgesamt 19.200 Euro.
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